Wissenswertes zum Fechten

Wir haben in einigen Artikeln für Sie zusammengestellt, was man über das Fechten wissen sollte. Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an uns oder kommen Sie zu einem Probetraining und frage dort ...

Eine kurze Geschichte des (Sport-)Fechtens ...

Als der Mensch sich vor langer Zeit zwecks Fortbewegung auf zwei Beine erhob, tat er dies, um die Hände für andere Dinge frei zu haben: um zu essen, sich in der Nase zu bohren, zu telefonieren ... und natürlich auch, um sich den erstbesten Stock zu greifen und mit diesem auf einen Rivalen einzuschlagen. Als der Nebenbuhler dann ebenfalls zu einer geeigneten Waffe griff, um sich zu wehren, war das Fechten im Prinzip geboren ...

Der bewaffnete Zweikampf ist also mit Sicherheit so alt wie die Menschheit selbst, diente aber vorerst allein der Auseinandersetzung in kriegerischer Absicht. Die Wurzeln des Fechten als (Kampf-)Sport, also zur Körperertüchtigung ohne das vorrangige Ziel zu töten, sind im antiken Rom zu finden: Unter der Leitung von Fechtmeistern, den armaturae doctores, entstanden Fechtschulen zur Ausbildung von Gladiatoren, die zur Unterhaltung der Zuschauer Schaukämpfe austrugen.

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Das Florettfechten ...

... wird mit der leichtesten der drei üblichen Sportwaffen betrieben, was sich jedoch lediglich auf das Gewicht, nicht aber auf die Technik bezieht. Im Gegenteil: Das Florettfechten, und dabei speziell das der Herren, wird oft und gern als die "Königsdisziplin" bezeichnet - besonders gern übrigens von den männlichen Florettfechtern selbst.

Historisch gesehen entstammt das Florett dem französischen Kulturkreis des 17. Jahrhunderts, als die Französische Schule begann, die bis dahin vorherrschende Italienische immer mehr zu verdrängen. Doch bereits 1570 prägte der Franzose Henri Saint-Didier die meisten Fachausdrücke des Fechtens, die sich bis heute erhalten haben.

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Das Degenfechten ...

... entstand im 16. Jahrhundert in Italien als Form der Selbstverteidigung. Zunächst noch von der Deutschen Schule beeinflusst, entwickelte es sich bald hin zum reinen Stoßfechten. Der Fechtmeister Camillo Agrippa, der als echter homo universalis der Renaissance gleichzeitig auch als Baumeister und Mathematiker glänzte, begründete mit seinem Buch "Trattato di scientia d'arme" (1553) eine neue Technik, in der immer mehr auf das Primat des Hiebes verzichtet wurde. Agrippa entwickelte und beschrieb darin ein neues Auslagensystem, das auf den vier Faust- und Klingenlagen Prim, Second, Terz und Quart basierte und damit als Vorläufer unseres heutigen Fechtens gelten kann. Ihm ist auch die Erkenntnis zu verdanken, dass begrenzte Bewegungen und der Ausfall die wirksamsten Mittel zur Führung eines Fechtkampfes seien.

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Das Säbelfechten ...

... hat seinen Ursprung in einem uns eher etwas fremden Kulturkreis, denn vermutlich erst durch die Eroberungskriege des osmanischen Reichs kam auch das Abendland mit dem Krummschwert, dem Seymitar, in Berührung. Aus diesem entwickelte sich mit der Zeit der Militärsäbel des 19. Jahrhunderts, indem das markanteste Kennzeichen, die flache und gebogene Klinge, übernommen wurde.

Der schwere Säbel verdrängte daraufhin schnell den leichteren Degen als Heereswaffe, während dieser jedoch die Waffe der Offiziere und des Adels blieb. In Italien und Frankreich blieb das Säbelfechten weitgehend unbedeutend, doch in Deutschland wurde es so begeistert aufgegriffen, dass hier im gesamten 19. Jahrhundert eifrigst die schwere Waffe geschwungen wurde. Einen Stich zu führen galt dabei als unehrenhaft, und so fristete das Stichfechten zu dieser Zeit ein recht kümmerliches Dasein in Deutschland, während das Hiebfechten stark begünstigt wurde.

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Anfänger und Neueinsteiger

Anfänger und Neueinsteiger - "Aller Anfang ist schwer"??

Oft werden wir gefragt, wann das beste Einstiegsalter für das Fechten sei oder ob man - vielleicht mit Mitte 30 - schon zu alt wäre, um diesen Sport zu zu erlernen. Diese Fragen lassen sich relativ einfach beantworten: a.) siehe weiter unten und b.) MAN IST NIE ZU ALT!

Wir beim Hasper FC freuen uns über alle Neuinteressenten! Bereits fortgeschrittene Fechter, die zum ersten Mal zu uns kommen, bringen ganz einfach ihre Sachen mit zum Training und legen los. Alle Anfänger und Neueinsteiger hingegen finden hier einige Informationen, die den Start ein bisschen erleichtern und die "Schwellenangst" nehmen sollen. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, schauen Sie bitte auch unter Probetraining nach oder wenden Sie sich bitte einfach an uns über das Kontaktformular.

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Fechtkleidung

Am Anfang braucht man keine komplette Ausrüstung. Für die ersten Schritte reicht normale Sportkleidung: (lange) Trainingshose, T-Shirt und ein paar Hallenturnschuhe mit möglichst flacher (und heller) Sohle. Da es beim Training ganz schon warm werden kann, sollte unbedingt etwas zu trinken mitgebracht werden - aber bitte nicht in Glasflaschen.

Wenn man sich nach den ersten Schrittübungen und Lektionen entschlossen hat, dem Fechtsport treu zu bleiben, dann ist die Anschaffung einer eigenen Fechtausrüstung unerlässlich. Bitte sparen Sie dabei nicht am falschen Ende, denn das Fechten ist nur dann eine vergleichsweise verletzungsarme und sichere Sportart, wenn die vorgegebenen Sicherheitsvorschriften unbedingt eingehalten werden.

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Anfängerprüfung

Der "Führerschein" für Fechter ...

Nach Abschluss der Grundausbildung stellen sich die Fechter der "Turnierreifeprüfung", auch "Anfängerprüfung" genannt. Nur wer diese besteht, darf auf Turnieren starten. Die Turnierreife wird durch den Prüfer im Fechtpass bestätigt.

Der Fechtpass?! Das ist das postkartengroße blaue (früher gelbe) Heft, in dem neben den persönlichen Daten auch die Vereinszugehörigkeit, die sportärztlichen Untersuchungen (bei Minderjährigen) und die Ergebnisse der besuchten Turniere festgehalten werden. Zusätzlich ist darin Platz für Vermerke über Lehrgänge, die man absolviert hat, und für Eintragungen, wenn man z.B. auf einem Turnier als Obmann tätig gewesen ist. Vorn im Fechtpass werden die Lizenzmarken eingeklebt, die jedes Jahr zwecks Verlängerung der gültigen Fechtlizenzen durch den Verein bestellt werden müssen.

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Zum ersten Mal aufs Turnier

Nun ist es soweit: Zum ersten Mal in der noch jungen Fechterkarriere fährt man zu einem Wettkampf! Da gibt es eine Menge zu bedenken und zu beachten. Auf dieser Seite sind einige Informationen und Tipps für Fechter und ihre Eltern zusammengestellt, die den Ablauf etwas erläutern sollen. Es ist nämlich gar nicht so kompliziert ... und beim nächsten Mal ist man schließlich schon fast ein "alter Hase".

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Die Altersklassen

Ist mein Kind beim Fechten noch "Schüler"? Oder doch schon "B-Jugend"?

Bei manchen Eltern (und auch Fechtern selbst) stiften diese Klassifizierungen zumindest zu Beginn ein wenig Verwirrung. Die unterschiedlichen Altersklassen sind relevant bei Turnierstarts; aber auch beim Training versuchen wir, möglichst homogene Leistungsgruppen zu schaffen.

Im Gegensatz zu anderen (Kampf-)Sportarten gibt es beim Fechten lediglich eine altersmäßige Einteilung in Klassen. Das "Kampfgewicht" o.ä. wird dabei nicht berücksichtigt. Allerdings fechten weibliche und männliche Sportler zwar im Training, nicht aber bei Wettkämpfen gegeneinander. Eine Ausnahme bilden nur die "Schüler", die wegen manchmal geringer Teilnehmerzahlen auch auf Turnieren zusammen in Runden fechten, dann jedoch getrennt gewertet werden.

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