Anfängerprüfung

Der "Führerschein" für Fechter ...

Nach Abschluss der Grundausbildung stellen sich die Fechter der "Turnierreifeprüfung", auch "Anfängerprüfung" genannt. Nur wer diese besteht, darf auf Turnieren starten. Die Turnierreife wird durch den Prüfer im Fechtpass bestätigt.

Der Fechtpass?! Das ist das postkartengroße blaue (früher gelbe) Heft, in dem neben den persönlichen Daten auch die Vereinszugehörigkeit, die sportärztlichen Untersuchungen (bei Minderjährigen) und die Ergebnisse der besuchten Turniere festgehalten werden. Zusätzlich ist darin Platz für Vermerke über Lehrgänge, die man absolviert hat, und für Eintragungen, wenn man z.B. auf einem Turnier als Obmann tätig gewesen ist. Vorn im Fechtpass werden die Lizenzmarken eingeklebt, die jedes Jahr zwecks Verlängerung der gültigen Fechtlizenzen durch den Verein bestellt werden müssen.

Den Fechtpass sollte man gut hüten: er ist ein wichtiges Dokument (seinen Führerschein verliert man ja schließlich auch nicht gern). Am besten bewahrt man ihn immer in einer Seitentasche der Fechttasche auf.

Aber erst noch einmal zur "Fechter-Führerscheinprüfung": Jeder Landesverband regelt das ein wenig anders. Wir vom Hasper FC gehören beispielsweise dem Westfälischen Fechter-Bund an. Unsere Fechter können beispielsweise im Rahmen des alljährlich stattfindenden "Frischlingsturnier" des TSV Hagen die Prüfung ablegen. Es ist ebenfalls möglich, einen der Prüfer des WFB zu uns einzuladen und die Turnierreifeprüfung in unserer Halle durchzuführen.

Die "Anfängerprüfung" besteht aus einem theoretischen Teil, bei dem man Fragen zum Fechten, insbesondere zur Regelung auf Wettkämpfen, mündlich oder schriftlich beantworten muss. An die Theorie schließt sich dann der praktische Teil der Prüfung an. Beim oben erwähnten Hagener "Frischlingsturnier" geschieht das bereits in Form eines kleinen Wettkampfs, bei dem man zum ersten Mal auch gegen fremde Gegner zeigen kann, was man gelernt hat.